Revolution im Herzen
Die heimliche Liebe des Karl Marx.
Nominiert für den HOMER-Literaturpreis 2018
Revolution im Herzen
Vom armen Mädchen zur engsten Vertrauten von Karl Marx. In Zeiten todbringender Armut und Ausbeutung muss sich Lenchen Demuth schon früh als Dienstmädchen verdingen. Im Haushalt der Familie Marx wird sie der jungen Ehefrau Jenny zur engen Freundin und bald auch Vertraute des großen Philosophen Karl Marx. Doch dann verliebt sich Lenchen rettungslos in ihn. Als sie ein Kind erwartet, steht nicht nur ihre Freundschaft mit Jenny, sondern auch die Arbeiterrevolution von Marx und Engels auf dem Spiel.
Außerdem erzählen wir die Geschichte einer großen Männerfreundschaft zwischen Karl Marx und Friedrich Engels. Lenchen erlebte sie so nah wie kaum eine andere. Die oft in einem Atemzug genannten Männer waren grundverschieden. Marx war der intellektuelle Kopf, liebevoller Vater, offen und gesellig, einnehmend vom Wesen sowie stets knapp bei Kasse. Engels hingegen lebte nicht nur eine wilde Beziehung (ohne Trauschein), war eher verschlossen und aristokratisch zynisch. Selbstlos reiste er seinem Freund zeitlebens hinterher und finanzierte ihn, steuerte vor allem aber ökonomische Ideen bei. Engels inspirierte Marx zu ökonomischen Thesen, Marx seinen Freund Engels philosophisch.
Wir erzählen Karl Marx‘ Werdegang durch die Augen seines langjährigen Dienstmädchens Lenchen Demuth. Der große Philosoph auch mal verzweifelt, vor Liebe berührt und vom Tod geschüttelt. Und ein so prall gefülltes 19. Jahrhundert, das den Beginn unserer Moderne darstellt.
„Lenchen hatte die Diktatur im Hause, Frau Marx die Herrschaft. Und Marx fügte sich wie ein Lamm dieser Diktatur. Lenchen hätte sich für Karl geopfert. Sie kannte ihn mit seinen Launen und Schwächen, und sie wickelte ihn um den Finger.“
Zitat von Wilhelm Liebknecht, Zeitgenosse und Wegbegleiter von Karl Marx
Historischer Hintergrund
Karl Marx und das Jahrhundert der Dienstmädchen
Tauchen Sie in eine Zeit ein, in der sich der Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft vollzog. Erfindungen und technische Entwicklungen (Dampfmaschine, Haushaltsgeräte, Licht und Abwasser …) veränderten die Produktionsbedingungen in den Fabriken und begünstigten Massenfertigung. Viele Menschen arbeiteten nicht mehr in Heimarbeit (z.B. am Webstuhl zu Hause) oder in Manufakturen, sondern mussten in Bergwerken und Textilfabriken unter unmenschlichen Bedingungen schuften, um überhaupt satt zu werden. Die industrielle Revolution stieß eine enorme gesellschaftliche Umwälzung an – auch davon erzählt Lenchen.
Das 19. Jahrhundert wird auch als „Jahrhundert der Dienstmädchen“ bezeichnet. Damals strömten junge Mädchen aus kinderreichen, armen Landfamilien voll der Hoffnung auf Freiheit und Auskommen in städtische Haushalte und wurden sehr oft bitter enttäuscht. Ein Jahrhundert der Desillusion junger Mädchen, eingepfercht in Schlafkojen, 16 Stunden Arbeitszeit pro Tag und ohne familiäre Liebe.
Ein Blick in die Seele der historischen Helena Demuth: Ihre Confessions
Die Confessions entstammen dem Fragebogen-Buch von Jenny Marx (spätere Marx-Longuet, älteste Tochter von Karl und Jenny Marx). Sie wurden zwischen 1865 und 1872 niedergeschrieben. Solche Bekenntnis-Bücher auszufüllen, war ein beliebtes Gesellschaftsspiel im 19. Jahrhundert, das man „Confessions“ nannte (dt. Bekenntnisse).




Buchtrailer
Revolution im Herzen
Lassen Sie sich in das Jahrhundert der Dienstmädchen entführen.
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