Der Sünderchor
Das Finale der Kathedral-Trilogie über die Entstehung der Naumburger Stifterfiguren.
Doppelt leidenschaftlich, doppeltes Lesevergnügen
Der Sünderchor
Thüringen im Jahr 1248: Die siebzehnjährige Hortensia, Tochter des Burgschreibers, überlebt den Beschuss der Burg Neumark, verliert jedoch Heim und Familie. Sie trägt nichts außer einem Pergamentbündel mit sich, welches ihr die Mutter im Todeskampf übergab. Traumatisiert fällt Hortensia dem Meißener Markgrafen Heinrich III. von Wettin in die Hand, der sie scheinbar fürsorglich aufnimmt.
Naumburg: Der menschenscheue Bildhauermeister Matizo von Mainz wird überraschend zum Naumburger Bischof bestellt. Anstatt einer Bestrafung für seine Jugendsünde erwartet ihn eine großartige Herausforderung: er soll für die hiesige Bischofskirche einen Westchor mit zehn lebensgroßen Stifter-Standbildern entwerfen. Obwohl Matizo sich geschworen hatte, niemals wieder in die Stadt seiner Schmach zurückzukehren, nimmt er den Auftrag an. Neben dem Jugendtrauma begleitet der bischöfliche Druck sein Wirken: Das gesamte Skizzenwerk muss pünktlich zur Weihefeier des Baugrundes zum Osterfest 1250 fertiggestellt sein. Auch grätscht der Meißener Markgraf Heinrich dazwischen: er will die eigenen Vorstellungen für den Westchor umgesetzt sehen und so kommt es zum Wettstreit der Entwürfe. Ein Kampf David gegen Goliath.
Die Wege von Hortensia und Matizo werden sich kreuzen. Nur gemeinsam kann es ihnen gelingen, ihre Ängste zu überkommen und im Wettstreit um die besten Entwürfe, für den Naumburger Westchor anzutreten. Der Mitbewerber ist kein geringerer als der großartige Baumeister Libergier, der schon vor der Entscheidung als Naumburger Meister bezeichnet wird.
„Er wusste, dass seine stärksten Gefühle – Entzückung vor dem Stein und Angst vor der Vergangenheit – umso heftiger auftraten, je wackeliger sich der Boden unter ihm anfühlte. Vielleicht würde der Kahn demnächst gar nicht mehr aufhören zu schaukeln? Für ihn glich Naumburg einer rauen See, der rauesten See überhaupt im Heiligen Römischen Reich.“
Bildhauermeister Matizo von Mainz, S. 129
Historischer Hintergrund
Die erste Jahrtausendwende
Lebensgroße frühgotische Stifterstatuen, die Adlige des 11. Jahrhunderts repräsentieren, werden Mitte des 13. Jahrhunderts gefertigt und im zeitgleich errichteten Westchor des Naumburger Doms aufgestellt. Das Besondere an diesem Auftrag war, dass nicht – wie für diese Zeit üblich – Heilige, sondern weltliche Männer und Frauen den Chor schmückten. Von diesem dadurch in die Geschichte als Naumburger Meister eingegangenen bekanntesten Künstler der deutschen Frühgotik sind weder Name noch Herkunft oder Lebensumstände bekannt.
Uta von Ballenstedt (Markgräfin von Meißen) ist die schönste Frau des Mittelalters und genießt bis heute eine heiligenähnliche Verehrung. In Verbindung mit Uta beschäftigt Tausende von Kunstinteressierten, welche Informationen der Künstler damals für Utas herausragendes Stifterstandbild heranzog, das erst zweihundert Jahre nach ihrem Tod entstand. Im Roman verraten wir es Ihnen.



Buchtrailer
Der Sünderchor
Der Roman über die Entstehung der weltberühmten Naumburger Stifterfiguren.
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